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Tödliche Freiheit
05.10.2004 / LOKALAUSGABE / NIEDERRHEIN
ZUCHT / Tierschützer wollen Feldhamster in Limburg ansiedeln. Das freut hungrige Füchse.
Irgendwie wird das nichts mehr mit dem Hamster. Seit vier Jahren versucht das niederländische Umweltministerium den kleinen Nager in der Provinz Limburg einzugliedern - ohne Erfolg. Zwischen 2000 und 2004 wurden insgesamt 100 Feldhamster zwischen Maastricht und Heerlen ausgesetzt. Doch jetzt muss Hendrik-Jan Knot von der Tierschutzorganisation Das & Boom aus Beek bei Nimwegen gegenüber der niederländischen Presse zugeben: "Das Projekt ist größtenteils missglückt". Grund: Die Tiere fielen dem Fuchs zum Opfer.
Aus der Zuchtstation ins Reservat
Die Vereinigung Das & Boom hatte im Auftrag des Ministeriums in Beek-Ubbergen eine Zuchtstation für Hamster aufgebaut. Fast zwei Drittel der dort gezüchteten Tiere wurden im südlichen Limburg ausgesetzt. Ziel war es, elf Reservate für Hamster einzurichten, wo sie ungestört leben können. Daran war das Ministerium durch europäische Gesetzgebung gebunden, da der Hamster vom Aussterben bedroht ist. Da die meisten Tiere jetzt vom Fuchs aufgefressen wurden, fordern Tierschützer vom Ministerium weitere Maßnahmen. Ein "Hamsterschutzprogramm" soll der Population der Tiere auf die Beine helfen. Soll heißen: Die Füchse müssen früher geschossen werden. Problem: Auch der Fuchs genießt in den Niederlanden einen besonderen Schutz. (AG)
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